Ein moderner Tempel des Geldes

Lindner EZB Frankfurt

Unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Großmarkthalle aus dem Jahr 1928, erweitert der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) mit seinem unverwechselbaren Doppelturm die Skyline von Frankfurt am Main. Der vom Wiener ArchitektenbüroCoopHimmelb(l)au entworfene Bau bietet Platz für 2900 Mitarbeiter.

Gut zwölf Jahre wurde geplant und gebaut. Nun ist die neue „Ikone für die Europäische Union“, so der anspruchsvolle Auftrag an den Architekten, fertig: Zwei ineinander geschlungene Türme ragen in den Himmel. Der größere Nordturm bringt es auf 185 Meter, der Südturm ist zwanzig Meter kleiner, etwa so hoch wie der Kölner Dom. Verbunden sind beide mit großen Glasflächen und zahlreichen Übergängen – ein Symbol für die Brücken-Motive auf den Euro-Geldscheinen. Seinerzeit war der Neubau der Europäischen Zentralbank die größte Baustelle Europas und das Projekt 1,2 Milliarden Euro teuer.

Aufgabenstellung an Integral

Im modernen Stil wurden Stahl-und Glasbautechniken in präziser Planung mit bis zu vier Projektleitern durchdacht. Die Montagen der Glasgeländer und Blechblenden wurden bei einer Absturzhöhe bis über 70 Metern ausgeführt.

Die Besonderheit der Ausführung ist das innovative entwickelte System des „Integglas“ in Zusammenarbeit mit Hilti, welches die Befestigung der Scheiben ohne Klemmleiste und Glasbohrung erlaubt. Prinzip: Scheiben werden im U-Profil mit Mörtel verpresst.

Außerdem musste bei der Produktion der Blechblenden die eloxierte Oberfläche der Aluminiumbleche berücksichtigt werden – das heißt: 1,2 Kilometer Blechblenden stammen aus einer Produktion. Ferner sind die Blenden lasergeschnitten mit einem sogenannten X-Cut. Dieser ermöglicht das Kanten ohne Radius. Verbaut wurden unter anderem noch Raumhochverglasungen und 2,5 Kilometer Edelstahlhandläufe.

Werner Studener

„Meine persönliche Vision für den Neubau war ein Gebäude, in dem es uns gelingt, diese Symbiose aus einer sehr alten und einer sehr modernen Bausubstanz herzustellen und funktionale, angenehme Büro- und Konferenzräume, aber auch einen Ort der Begegnung in Frankfurt, inmitten Europas, anzubieten. Ich glaube, das haben wir geschafft.”

Generaldirektor für Verwaltung der EZB und Projektkoordinator des EZB-Neubaus

Bauherren:
Europäische
Zentralbank
Eurosystem
Auftraggeber:
Linder
Aktiengesellschaft
Bauleitung:
Linder
Aktiengesellschaft
Architekt:
Coop Himmelb(l)au
Auszuführende Arbeiten:
  • Blechbrüstung
  • Glasgeländer
  • Treppen + Stahlbau
  • Treppengeländer